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Sonntag, 22. April 2018

Die besondere Bedeutung von Quark mit Leinöl für einen gesunden Zellstoffwechsel

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen inzwischen den Ansatz der Physikerin und Fettforscherin Dr. Johanna Budwig, die mit ihren Forschungen zur Zellatmung dort ansetzte, wo der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg kein abschließendes Ergebnis fand. Der 1931 mit dem Nobelpreis geehrte Arzt und Biochemiker hatte schon in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts festgestellt, dass Krebszellen über einen ganz eigenen Stoffwechsel verfügen. Während gesunde Zellen den Zucker aus der Nahrung unter Verbrauch von Sauerstoff bei sogenannter Zellatmung vollständig zu Kohlendioxid und Wasser verbrennen, gewinnen Tumorzellen ihre Energie, indem sie den Zucker zu Milchsäure vergären. Dieser Prozess vollzieht sich selbst dann, wenn genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.
Ein Forscherteam der Universitäten von Jena und Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Ristow konnte 2006 die seit über 80 Jahren bestehende Hypothese des Medizin- Nobelpreisträgers Otto Warburg belegen.
Das Wissenschaftlerteam bewies am Beispiel von Dickdarmkrebs im Tiermodell das Oxidationsproblem der Tumorzellen. Die darniederliegende Zellatmung konnte bei den Krebszellen mittels eines Proteins wieder angeregt werden. Das Ergebnis zeigte, dass die Zellen der Versuchstiere die Fähigkeit verloren, bösartige Tumore zu bilden. Damit war der Beweis erbracht, dass die Geschwindigkeit des Tumorwachstums von bestimmten Stoffwechselprozessen abhängig ist und diese auch erfolgreich zu beeinflussen sind.
2009 haben sich US-Biologen, ein Forscherteam um Michael Kiebish und Thomas Seyfried vom Boston College, erneut mit der Warburg- Hypothese auseinandergesetzt.
Die Wissenschaftler beschäftigten sich intensiv mit dem Aufbau und der Funktion der Mitochondrienmembran in Mäusen mit unterschiedlichen Hirntumoren. Besondere Aufmerksamkeit bekam in ihren Betrachtungen eine Substanz mit dem Namen Cardiolipin, einem stabilisierenden Phospholipid der inneren Mitochondrienmembran. Es zeigten sich deutliche Unterschiede im Membranaufbau zwischen gesunden und kranken Mäusen. Die Cardiolipine der kranken Mäuse waren anders zusammengesetzt, was zu einer Störung des für den Stoffwechsel so wichtigen Elektronentransportes und damit zu einer Störung der gesamten Energiegewinnung führte. Auch diese Ergebnisse unterstützen die Warburg- Hypothese.
Ein Blick zurück in die Geschichte der Fettforschung 
Die Frage nach der Steuerung der Sauerstoffaufnahme der Zelle sowie nach den Faktoren, die diesen Oxidationsprozess stören, war ebenfalls eine der zentralen Fragen von Dr. Johanna Budwig. Eindeutig erkannt hatten sowohl Warburg als auch andere Wissenschaftler schon vorher, dass für die Sauerstoffaufnahme der Zelle die Sulfhydrylgruppe (R-SH) der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein von entscheidender Bedeutung war. Aber nicht allein, es musste einen weiteren Faktor geben, den Otto Heinrich Warburg in den Fettsäuren vermutete. Seine Versuche machte er mit gesättigten Fettsäuren wie z.B. Buttersäure, Stearin- oder Palmitinsäure. Doch diese führten nicht zum erhofften Ergebnis.
Antworten auf diese alles beherrschende Frage konnten, nach Dr. Johanna Budwig, erst nach Entwicklung der geeigneten Methoden zur Bestimmung und Differenzierung der Fette und Fettsäuren erzielt werden. Bis zu Beginn der 1950er-Jahre gab es diese Methoden zur Fettanalyse noch nicht. Erst durch die Papierchromatographie, einer Entwicklung von Dr. Budwig, wurde es 1950 möglich, Fette in ihre Bestandteile aufzuspalten – eine große Errungenschaft für Dr. Budwig und die gesamte Wissenschaft.
Im Rahmen der darauffolgenden Forschungsarbeiten bestätigte sich Dr. Budwigs Hypothese. Sie bewies, dass die essenziellen Fettsäuren, die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure, als Partner für die schwefelhaltigen Aminosäuren bei der Sauerstoffaufnahme in die Zelle von enormer Bedeutung sind. Das Besondere an diesen mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist ihr enormes Elektronenpotenzial, die Energie, die in den Doppelbindungen steckt und frei verfügbar für elektrophysikalische Prozesse bei Bedarf zur Verfügung steht. Die elektronegative Ausrichtung macht sie zu einem optimalen Bindungspartner für die positiv geladenen schwefelhaltigen Aminosäuren. Gemeinsam bilden sie die Batterie unserer Zellen und steuern das elektromagnetische Feld und somit auch das Energiepotenzial unserer Zellen.

Alles eine Frage der Energie
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Aktivität ist Energie. Heute wissen wir, ein guter energetischer Zustand der Zellen sichert die Funktionsfähigkeit der Zellen, der Organe und damit auch die Gesundheit des gesamten Menschen. Vorübergehende oder dauerhafte Störungen des Energiezustandes in den Zellen können zu einer Schwächung des menschlichen Organismus und zur Ausbildung unterschiedlicher Erkrankungen führen.
Für Dr. Budwig waren die falschen Fette das größte Übel in der zunehmend industrialisierten Nahrung. Mit der Entdeckung der Transfette in der Margarine und in anderen hoch erhitzen Fetten tauchten diese, jeder elektrischen Ladung beraubten, Fettsäuren vermehrt in menschlichen Zellen auf. Dr. Budwig sah einen eindeutigen Zusammenhang zwischen gestörter Sauerstoffaufnahme, dem Aufbau und der Struktur der Zellmembranen. Es fehlten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die ordnende energiereiche und somit lebensspendende und aktivierende Kraft. Aber nicht nur für eine gute Sauerstoffversorgung der Zelle sind die Omega-3-Fettsäuren notwendig. Harmonische Stoffwechselprozesse, ein starkes Immunsystem und psychische Ausgeglichenheit werden ebenfalls über die Kommunikation zwischen Zellmembran und Zellinnerem gesteuert. Die Fluidität (Fließfähigkeit / Flexibilität) der Zellmembran beeinflusst deren Eigenschaften und Funktionen. Über die Membran werden Informationen ausgetauscht und Stoffe transportiert. Omega-3-Fettsäuren tragen zu einer angemessenen Fluidität der Membran bei und haben somit entscheidenden Einfluss auf deren Funktion.





Sonntag, 19. Juni 2016

Paleo Diät

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Menschen kein Übergewicht kannten. Sie mussten für ihr Essen hart arbeiten und kannten keinen raffinierten Zucker, Mc Donalds Menüs und Lieferservices die eine Pizza an die Couch bringen. All diese vermeidlichen Errungenschaften sind noch recht neu und haben schon jetzt dramatische Auswirkungen auf die Bevölkerung genommen. In Großteil der von uns aufgenommenen Nahrung enthält viele Zusatzstoffe, Zucker, Salz und Konservierungsmittel und es werden immer mehr Stimmen laut die der Meinung sind, dass dies keine sinnvolle Ernährung für den Menschen ist. Mit der Paleo Diät soll ein Konzept entworfen wurden sein, mit dem sich jeder artgerecht und vernünftig ernähren kann.



Paleo Diät – worum handelt es sich hier?

Paleo Diät - war in der Steinzeit alles besserBei der Paleo Diät handelt es sich um ein Ernährungskonzept, welches der Nahrung des Menschen gleicht, bevor er durch Fortschritt selbst Einfluss auf die erzeugten Lebensmittel genommen hat. Es wird nur gegessen, was auch in der Steinzeit zur Verfügung stand. So sollen Übergewicht und Zivilisationskrankheiten, Erscheinungen die Steinzeitmenschen nicht kannten, vermieden werden. Auf dem Speiseplan steht viel Gemüse, gutes Fleisch, Fisch, Eier, Obst, Nüsse, Körner und so weiter. Was explizit verboten ist sind Nahrungsmittel, die der Mensch erst später entdeckte. Beispiele hierfür sind Getreide, Hülsenfrüchte und industriell verarbeitete Lebensmittel.

Wer sich mit Diäten bereits etwas auseinandergesetzt hat wird festgestellt haben, dass viele von ihnen (beispielsweise die Paradies Diät) lediglich kurzfristig aufkommende Trends sind und in der Regel der Bereicherung des Erfinders dienen. Einige andere wie die Shred Diät mögen zwar effektiv sein, sind aber im Alltag eines Normalsterblichen nicht praktikabel und eher für Stars und Profis gedacht. Die Apfel Diät beispielsweise ist einfach ausgemachter Blödsinn und kann dem Körper mehr Schaden zufügen als zu helfen. Bei der Paleo Diät ist dies ein bisschen anders. Um diese Ernährungsweise hat sich eine ganze Bewegung gebildet, die Abstand von modernen Lebensmitteln nimmt, sich gesund ernähren möchte und ihre Behauptungen durch viele wissenschaftliche und geschichtliche Beobachtungen stützen kann.

Wo liegt der Ursprung der Paleo Diät?

Ziel der Paleo Diät ist es, eine ganzheitliche Gesundheit, ein hohes Leistungsniveau (kognitiv als auch sportlich) und einen ästhetischen Körperbau zu erlangen. Durch qualitativ hochwertige Nahrung, welche ausschließlich aus Produkten der Natur besteht und sich an der Ernährung der Steinzeit orientiert, soll dies erreicht werden. Im Gegensatz zu anderen Diäten gibt es hier keinen strikten Speiseplan, vorgeschriebene Kalorien oder komplizierte Regeln. Einziges Kriterium ist, dass nur gegessen wird, was bereits unsere Vorfahren vor langer Zeit verspeist haben.

Der Steinzeitmensch war ein Jäger und Sammler. Gegessen wurden Fische, Fleisch, sonstige Meeresfrüchte, Nüsse, diverse Obstsorten und viele Früchte. Im Laufe der Zeit hat die Evolution an menschlichen Körper an diese Ernährungsweise angepasst. Wer sich der Paleo Diät verpflichtet, ernährt sich so wie es unser Körper seit langer Zeit kennt und soll dadurch schlank, muskulös und gesund werden.

Die Nachteile der Paleo Diät

In der Theorie klingt das alles so simpel. Jeder hat ein Bild von einem Steinzeitmenschen, seiner Ernährung und seiner Lebensweise vor Augen. Wirklich bewiesen ist dies jedoch nicht. Hinzu Damals musste jedes Mahl erlegt oder gesammelt werdenkommt, dass es nicht den einen Steinzeitmenschen gab. Die Ernährungsweise könnte sehr unterschiedlich gewesen sein, je nach Herkunft und Klima. Zudem gibt es zahlreiche Menschen, die nicht alle Lebensmittel vertragen und aus diesem Grund auf Alternativen umschwenken müssen.

Wenn man diese Schwachstellen der Paleo Diät berücksichtigt wird klar, dass man sie nicht als herkömmliche Diät mit festen Regeln verstehen darf, sondern das Konzept dahinter in sein Leben integrieren sollte. Eine gesunde Ernährung kann nicht für jeden Menschen gleich aussehen, sondern muss stets an das Individuum angepasst werden. Wer sich jedoch an die Grundpfeiler der Paleo Diät hält, sollte keine großen Fehler machen.

Das Hauptargument der Verfechter der Paleo Diät ist, dass es Landwirtschaft erst seit so kurzer Zeit gibt, dass der Körper nicht genügend Zeit hatte sich auf die umgestellte Ernährung einzustellen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass dies nicht ganz zutreffend ist. Zudem sollte beachtet werden, dass ein Steinzeitmensch einen deutlich höheren Energiebedarf hatte als wir. Wir verdienen unser Essen meist damit, dass wir vor dem Computer sitzen. Damals musste man auf die Jagd gehen, oder lange Strecken wandern um Nahrung zu finden.

Dennoch scheint es irgendwie jedem verständlich, dass es ein guter Ansatz ist keine Lebensmittel zu sich zu nehmen, die im Labor hergestellt werden. Was aus dem Boden wächst und bereits vor tausenden Jahren gegessen wurde, kann nicht schlecht für unseren Körper sein. Dass wir jedoch dringend Konservierungsstoffe und Zucker benötigen, erscheint nicht einleuchtend.
Paleo Diät in der Praxis

Da die Paleo Diät so verbreitet ist, fällt es nicht schwer einige positive Resultate im Netz zu finden. Besonders unter Sportlern ist sie sehr beliebt, da man durch die angepriesene Ernährung nur wenige Kohlenhydrate zu sich nimmt, dafür aber viele Proteine. Wer sich dafür entscheidet, entscheidet sich also quasi automatisch auch zu Low Carb. Viele Menschen berichten zudem, dass durch die selektive Ernährung und das Vermeiden von nahezu allen Zusatzstoffe auf der Welt viele negative Begleiterscheinungen verschwunden sind. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und sogar manche Allergie konnte so bekämpft werden.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass die Paleo Diät günstiger als eine herkömmliche Diät ist. Zudem ist es durchaus möglich in den meisten Restaurants ein Menü zu finden, was mit der Ernährungsweise im Einklang steht und ohne schlechtes Gewissen bestellt werden kann. Somit ist Paleo absolut alltagstauglich und behindert einen nicht.

Mein Fazit

Mit der Paleo Diät fit und gesund werden.
Ich selbst versuche sehr darauf zu achten, dass mir nur wenige industriell verarbeitete Lebensmittel auf den Teller kommen. Die Paleo Diät halte ich für ausgesprochen sinnvoll und zielstrebig. Wer jedoch viele Proteine zu sich nimmt, sollte in jedem Fall darauf achten, dass auch ausreichend Sport getrieben wird. Durch die Eiweiße hat man die idealen Bedingungen schlanke Muskulatur aufzubauen und athletischer zu werden. Empfehlenswert ist hier in jedem Fall das Sportprogramm Mach dich krass und 10 Weeks Body Change. Beide sind deutlicher als die monatliche Gebühr in einem Fitnessstudio und bei mir ist es so, dass die Motivation deutlich zunimmt, wenn ich nicht das Haus verlassen muss. So hat man keine Ausrede mehr um eine Trainingseinheit ausfallen zu lassen. Zudem lässt sich die hier empfohlene Ernährungsweise sehr gut mit der Paleo Diät in Einklang bringen.

Mittwoch, 26. März 2014

Heilfasten

Das Heilfasten ist ursprünglich nicht zum Abnehmen gedacht, sondern zur inneren Reinigung des Körpers und zur Entgiftung. Der Verzicht soll Lebenskraft zurückbringen und so die Gesundheit stärken.

Beim Heilfasten steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund, nicht die Gewichtsreduktion. Es kann allgemein eher als Fastentherapie bezeichnet werden. Eine Fastentherapie wird ganz oder teilweise unter ärztlicher Beobachtung, beispielsweise in Form in einer Kur, durchgeführt.

 

 


 

Warum fasten?

Fastenkuren in speziellen Fasten-Kliniken haben das Ziel, Krankheiten und körperliche Beschwerden zu lindern. Dabei wird das betreute Fasten oft von anderen Therapien, wie Bewegungs- und Entspannungstherapien, Meditation oder Heilbäder begleitet.

Mit Heilfasten ist allgemein das reine Fasten gemeint. Dabei soll man auf alle Nährstoffe verzichten und nur ungesüßten Tee, Gemüsebrühe und Wasser trinken. Bei anderen, modifizierten Fastenarten, wie Saftfasten oder Schrothkur, werden dem Körper zusätzlich im geringen Maße Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe zugeführt.

Für die meisten Menschen eignet sich - wenn überhaupt - nur das modifizierte Fasten, bei dem noch bestimmte essentielle Nährstoffe zugeführt werden. Beim Saftfasten zum Beispiel, wird dem Körper Energie in Form von Kohlenhydraten (Fruchtzucker) sowie Vitaminen und Mineralstoffen zugeführt.

Beim Saftfasten ist der Fastende also wesentlich besser versorgt als beim ursprünglichen Heilfasten. Deswegen kann man das modifizierte Fasten als gesunder Mensch auch allein durchführen, vorausgesetzt man ist weder schwanger noch stillend und leidet auch sonst an keinen anderen Erkrankungen.

Entschlacken & Entgiften ist wirkungslos

Heilfasten hat von jeher den Anspruch, eine Entgiftungskur zu sein und keine Hungerkur. Dass der Körper dabei Schlacken und Gifte ausscheidet, ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Der Körper sammelt, auch bei ungesunder Ernährung, keine Giftstoffe im Körper. Er scheidet unbrauchbare Stoffe unter anderem über die Nieren aus.

Raucher oder Alkoholiker aber belasten einige Organe sehr stark. Sie sammeln natürlich Giftstoffe in Lunge (Raucherlunge) und Leber (Fettleber). Diese können nur durch langfristigen Verzicht auf Zigaretten und Alkohol abgebaut werden. Eine Fastenkur hilft dabei nicht.

Sehr fettige, stark verarbeitete Ernährung bei wenig Bewegung und Übergewicht kann zu Fettablagerungen in den Blutgefäßen führen. Diese Ablagerungen erhöhen das Herzinfarktrisiko. Fett in den Blutgefäßen und Organen schwindet jedoch erfolgreicher durch eine dauerhaft gesunde Ernährung oder eine Diät. Dafür braucht es keine Entschlackungs- oder Fastenkur.

Wie geht das Heilfasten?

Wer trotz des widersprüchlichen, gesundheitlichen Nutzens des Fastens eine Heilfasten-Kur machen möchte, der sei über den Ablauf einer solchen Fastenperiode aufgeklärt: Eine Heilfasten-Kur beginnt zumeist mit einer Darmentleerung mit Hilfe natürlicher oder synthetischer Abführmittel. Nach der Entleerung beginnt man sich mit genügend kalorienarmer Flüssigkeit einzudecken, das kann sein:

Tee: naturbelassene, ungesüßte Kräuter- & Früchtetees. Auch 2-3 Tassen Grüntee sind erlaubt. Auf mehr Grüntee oder schwarzen Tee sollte man verzichten

Kaffee: nur entkoffeiniert aber am Besten ganz weglassen

Brühe: Selbst gemachte Gemüsebrühe ohne Gemüseeinlage (keine Fertigprodukte!)

Wasser: am besten stilles Mineralwasser ( zwischen 3 und 4 Liter täglich)

Heilfasten sollte man nicht länger als ein bis zwei Wochen durchführen, sonst kommt es zu folgenschweren Mangelerscheinungen. Zum Abnehmen ist und bleibt das Fasten ungeeignet, weil es den Jojo-Effekt fördert. Auch die entschlackende Wirkung des Heilfastens ist nicht bewiesen, was das Ganze mehr zu einer seelischen Erholung, als zu einer Erholung für den Körper macht.

 

Eiweißfasten

Nach dem Heilfasten und Saftfasten prüfen wir heute das modifizierte Fasten in Form des Eiweißfastens.

Kann man mit Eiweißfasten erfolgreich abnehmen?



Karneval ist nun endgültig vorrüber und das Fasten steht dieser Tage hoch im Kurs. Dass sich Tee- oder Wasserfasten (Heilfasten) nicht zum Abnehmen eignen und auch Saftfasten für das langfristige Erreichen des Wunschgewichts nicht sinnvoll ist, haben wir bereits erläutert.

Heute widmen wir uns dem Eiweißfasten, einer modifizierten Form des Fastens, bei der nur, oder zum Großteil Eiweißshakes oder eiweißhaltige Lebensmittel verzehrt werden.

Was ist Eiweißfasten?

Es gibt viele Hersteller die Diät-Shakes vertreiben, mit denen man die Ernährung über einen bestimmten Zeitraum ersetzt. Zum Beispiel die Almased Diät, BCM-Diät, amapur Diät oder die David Kirsch Diät. Die Eiweißshakes sättigen und sollen dem Muskelabbau entgegenwirken.

Was viele beim Abnehmen vergessen: Der Körper baut zuerst Wasser und Eiweiß aus den Muskeln ab, bevor er an die Fettreserven geht. Hungert oder fastet man, so geht eben auch viel wertvolle Muskelmasse verloren. Dies wiederum wirkt sich ungünstig auf den Kalorienverbrauch aus und auch die Optik des Abnehmenden leidet darunter.

Mit dem Eiweißfasten soll ein übermäßiger Muskelabbau während einer kalorienreduzierten Diät verhindert werden. Nur das Fett soll schmelzen und das Eiweiß in Muskeln und Organen soll erhalten bleiben. Eiweiß hat zudem die Eigenschaft, dass es lange sättigt, weil der Körper lange Zeit braucht, um das Eiweiß zu verdauuen, aufzuspalten und als Energie zu Verfügung zu stellen.

Wie funktioniert Eiweißfasten genau?

In der Regel ersetzt man beim Eiweißfasten zwei oder mehr Mahlzeiten mit einem Eiweißshake (Pulver in Milch oder Wasser zusammengerührt) ersetzen. Diese Ersatzmahlzeiten sind kalorienarm und versorgen den Körper mit dem Nötigsten an Nährstoffen.

Kohlenhydrate, die für Konzentation und Leistungsfähigkeit sorgen, fehlen oftmals. Das führt bei vielen zu Müdigkeit und Kopfschmerzen. Beim Eiweißfasten werden oft zusätzlich Vitamine oder Mineralstoffe zugeführt. Die Kalorienmenge ist gering, aber die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist bei den meisten Eiweiß-Kuren sichergestellt.

Eignet sich Eiweißfasten zum Abnehmen?

Ja. Das Eiweißfasten eignet sich zum Abnehmen, wenn es den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Das heißt: Wenn Vitaminhaushalt und eine Mindest-Kalorienaufnahme gewährleistet sind, kann man eine Eiweißkur nutzen, um ein paar Kilo abzunehmen.

Beachten sollte man allerdings, dass diese Fastenkuren mit Eiweißshakes nicht länger als zwei Wochen andauern, da die Kalorienzufuhr meist sehr gering ist. Wer zu lange mit zu wenig Kalorien versorgt wird, verringert seine Stoffwechselaktivität. Auch können die Eiweißshakes auf Dauer schnell geschmacklich zu eintönig werden.

Schwer Übergewichtige können mit einer medizinisch betreuten Fastenkur, wie zum Beispiel mit der Optifast Diät, einen motivierenden Anfangserfolg beim Abnehmen erreichen. Zum erfolgreichen Abnehmen gehört aber auch das Erlernen eines gesunden Essverhaltens und ausreichend Bewegung. Beides sollte beim Eiweißfasten nicht zu kurz kommen, denn sonst sind die mühsam abgespeckten Kilos schnell wieder drauf.

 

Schüssler Salze: Abnehmen mit Schüssler Salzen

Du hast schon zahlreiche Diäten und Sportstunden hinter Dir, aber mit dem Abnehmen klappt es noch immer nicht? Schüssler Salze versprechen Abhilfe und sollen den Gewichtsverlust fördern. Wir haben recherchiert, wie Dir die Schüssler Salze auf Deinem Weg zum Wunschgewicht helfen können.

Schüssler Salze helfen nicht nur beim Abnehmen

Schüssler Salze – das hast Du noch nie gehört? Aber bestimmt bist Du schon einmal daran vorbeigelaufen, und zwar in der Apotheke. Schüssler Salze sind bekannt als homöopathische Mittel, die eigentlich zur Bekämpfung von Schnupfen und Entzündungen eingesetzt werden. Doch auch beim Abnehmen können Schüssler Salze neben ihren medizinischen Zwecken durchaus eine positive Wirkung haben: Schüssler Salze setzt man inzwischen häufig mit Erfolg als Unterstützung bei Abnehmkuren ein.

Schüssler Salze zum Abnehmen

Eine unterstützende Wirkung bei einer Diät können verschiedene Schüssler Salze haben. Die homöopathischen Präparate sind jeweils auf bestimmte Wirkbereiche abgestimmt und haben dementsprechend auch verschiedene Bezeichnungen und Nummern. Die Schüssler Salze, die sich am besten zum Abnehmen eignen, sind Kalium Chloratum (Nr. 4), Natrium Phosphoricum (Nr. 9) und Natrium Sulfuricum (Nr. 10). Sie begünstigen eine Diät auf unterschiedliche Weise, so dass insgesamt ein richtig guter Mix zum Abnehmen entsteht. Ein handelsübliches Fläschchen enthält rund 80 Tabletten und reicht für eine Kur von etwa drei Wochen. Es wird allerdings von jeder Sorte ein Fläschchen benötigt, da die Schüssler Salze ihre volle Wirkung erst in Kombination erreichen. Das Schüssler Salz Kalium Chloratum fördert zum Beispiel den Eiweiß- sowie den Kohlenhydratstoffwechsel und regt dadurch den Abbau von Giftstoffen an. Häufig auftretende Heißhungerattacken werden ebenfalls durch dieses Schüssler Salz gelindert. Natrium Phosphoricum hingegen fördert den Durst auf Wasser und die Lust auf Bewegung. Die Schüssler Salze regen so Deinen Gewichtsverlust zusätzlich an. Die spezielle Zusammensetzung des Schüssler Salzes Natrium Phosphoricum hilft des Weiteren, erhöhte Blutfettwerte abzubauen und soll sogar helfen, Cellulite zu bekämpfen. Das dritte Schüssler Salz, Natrium Sulfuricum, ist dafür zuständig, den gesamten Fettstoffwechsel im Körper anzuregen und so die Verdauung zu fördern. Die Schüssler Salze sorgen so dafür, dass schädliche Giftstoffe aus dem Körper abtransportiert werden und der Kreislauf in Schwung kommt.

Intensivstart in die Schüssler Salze Kur

Die Schüssler Salze Abnehmkur beginnt mit einem echten Intensivstart, der allerdings nichts für Zimperliche ist – denn nun heißt es Salzwasser trinken! Jeweils drei Tabletten der Schüssler Salze 4, 9 und 10 werden in einem einzigen Becher mit heißem Wasser übergossen. Wenn sich die Tabletten aufgelöst haben (Achtung: Die Schüssler Salze dürfen nicht mit einem Metalllöffel umgerührt werden!), sollst Du den Becher in kleinen Schlucken austrinken. Das ist quasi der Kickstart für Deine Schüssler Salze Diät, um Deinen Stoffwechsel richtig auf Trab zu bringen. Anschließend solltest Du ein Glas frisches Wasser (also ohne Schüssler Salze) trinken, schließlich sollen die Giftstoffe aus Deinem Körper gespült werden.

Ablauf der Schüssler Salze Kur

In den ersten drei Tagen der Abnehmkur nimmst Du sechs Mal täglich jeweils eine Tablette der Schüssler Salze ein. Die Tablette kannst Du einfach im Mund oder unter der Zunge zergehen lassen. In den folgenden Tagen verringert sich die Dosis auf dreimal täglich jeweils eine Tablette der verschiedenen Schüssler Salze. Um die Ausscheidung von Giftstoffen voranzutreiben, solltest Du nach der Einnahme immer ein Glas Wasser trinken und insgesamt auf eine gute Hydration achten – etwa zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee solltest Du am Tag trinken, bei intensiver sportlicher Betätigung auch mehr. Das Trinken fördert den Prozess der Entschlackung. Für die Schüssler Salze Kur solltest Du etwa drei bis sechs Wochen einkalkulieren. Das sollte aber kein Problem sein, schließlich musst Du die Schüssler Salze ja nur einnehmen und nicht jeden Tag einen Dauerlauf hinlegen. Da die Schüssler Salze allerdings vor allem eine unterstützende Funktion bei Deiner Diät haben sollten, ist es wichtig, dem Stoffwechsel auch insgesamt auf die Sprünge zu helfen, beispielsweise mit Mate-Tee oder grünem Tee. Um eine kalorienreduzierte Ernährung (die empfohlene Energieaufnahme bei der Schüssler Salze Kur liegt bei 1500 bis 1800 Kalorien) und optimalerweise etwas Bewegung helfen Dir auch die Schüssler Salze nicht herum – aber sie können eine gute Abnehmhilfe sein.

Dienstag, 9. April 2013

Studie langsames essen


Weniger essen: Langsam essen macht schlank
Es ist wirklich so einfach: Essen Sie schön langsam – und Sie werden weniger essen. So wie unsere Mütter es uns immer eingebläut haben: Kind, schling nicht so und kau Dein Essen! Griechische und englische Ernährungsmediziner haben dafür jetzt in einer qualitativen Studie den Nachweis geliefert: Je mehr Zeit wir uns für die Nahrungsaufnahme geben, desto deutlicher sind Sättigungssignale aus dem Darm und desto weniger essen wir.


Langsam = weniger essen
Die Wissenschaftler servierten 17 Männern an zwei Tagen je eine exakt abgemessene Portion Eiscreme. An einem Tag mussten sie das Eis innerhalb von fünf Minuten essen, am nächsten Tag innerhalb von 30 Minuten. Über einen Zeitraum von dreieinhalb Stunden nach der Eis-Speisung wurde den Probanden regelmäßig Blut abgenommen, aus dem Verdauungshormone analysiert wurden. Ergebnis: Die appetitzügelnden Darmhormone GLP-1 und PYY (Glucagon-like Peptid 1 und Peptid YY) wurden beim langsamen Verzehr des Eises über einen längeren Zeitraum und in verstärktem Maße ausgeschüttet. Über die gesamte Beobachtungszeit gerechnet, lag ihre mittlere Konzentration nach dem langsamen Mahl 40 bzw. 27 Prozent höher als nach dem hastigen.
Hastiges Schlingen macht dick
„Dass schnelles Essen zu übermäßiger Kalorienaufnahme und zu Übergewicht führen kann, wissen die meisten Menschen zwar,” so Studienleiter Alexander Kokkinos von der Universität Athen. „Von ihrem Beruf und ihren Lebensgewohnheiten in Anspruch genommen, essen viele Menschen trotzdem heute schneller und mehr als in der Vergangenheit.” Das Ergebnis seiner Studie, so hofft Alexander Kokkinos, könnte dazu führen, dass auch Stressesser den mütterlichen Rat, langsam zu essen und zu kauen, wieder beherzigen. Schon allein deshalb, weil sie dadurch weniger essen und Übergewicht vermeiden können.
Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism

Montag, 8. April 2013

Schüßler-Salze

Schüßler-Salze und ihre Wirkung
Als Anwender der Schüssler-Salze möchte man gerne ihre Wirkungsweise kennenlernen und verstehen.
Für das Verständnis der Wirkung der Biochemie der Schüsslersalze ist es wichtig, zu berücksichtigen, dass sich Dr. Schüssler zu seiner Zeit, im 19. Jahrhundert, ganz stark an den damals neuen Erkenntnissen der Naturwissenschaft orientierte.
Damals hatten Dr. Schüsslers Ideen zur Heilung mittels Mineralsalzen, die auf die einzelnen Zellen einwirken, nichts Esoterisches, sondern sie waren durch naturwissenschaftliche Forschungen geprägt.
Dr. Schüssler war sehr interessiert an der Erkenntnissen von Dr. Virchow, der die Zellen des Körpers erst kurz zuvor entdeckt hatte. Auch andere namhafte Forscher hatten Einfluss auf Dr. Schüsslers Arbeit.
Mit diesem Vorwissen ausgerüstet, fällt es uns leichter, die Wirkungsweise der Schüssler-Salze als Produkt des damaligen naturwissenschaftlichen Weltbildes zu verstehen.

These: Mangel in Zellen verursacht Krankheiten
Die Zellen des Körpers enthalten ausser organischen Substanzen und den sogenannten Organellen auch mehrere anorganische Mineralsalze, die für das Funktionieren der Zelle unbedingt erforderlich sind.
Daher war auch die Grundannahme der Biochemie von Dr. Schüssler, dass Krankheiten entstehen können, wenn den Zellen die lebenswichtigen Mineralstoffe nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Diese Vorstellung entspricht durchaus auch heutigen medizinischen Erkenntnissen.
Schüsslers Idee, dass alle inneren Krankheiten durch solche Mineralsalz-Mängel verursacht werden, ist jedoch sehr umstritten und wird aus schulmedizinischer Sicht nicht geteilt.
These: Mineralsalze in der Nahrung erreichen nicht ihr Ziel
Mit einer ausgewogenen Nahrung nimmt man gewöhnlich ausreichend Mineralsalze zu sich.
Dennoch kann es nach Schüsslers Vorstellung zu Mangelerscheinungen innerhalb der Zellen kommen, weil es die Mineralsalze nicht von der Nahrung bis in die Zelle schaffen.
Die Mineralsalze liegen einerseits in grösseren Molekülverbänden vor und werden andererseits von den Verdauungssäften sowohl im Magen als auch im Darm chemisch verändert werden.
Die grösseren Molekülverbännde, die es bis zu den Zellen der Körperorgane schaffen, können oft nicht von den Zellen aufgenommen werden, weil sie zu gross sind.
Und dadurch kommt es dann zu Mangelzuständen, selbst wenn man genügend Mineralsalze über die Nahrung aufnimmt.
These: Potenzierte Mineralsalze erreichen die Zellen
Um das Problem der grossen Molekülverbände auszuschalten, hat Dr. Schüssler sich von der Potenzierungs-Idee der Homöopathie inspirieren lassen, bei der die Wirkstoffe stufenweise immer mehr verdünnt werden. Bei der stufenweise Verdünnung, werden die Wirkstoffe bei jeder Stufe entweder in Flüssigkeit kräftig geschüttelt oder in Milchzucker ausgiebig verrieben.
Diese intensive stufenweise Verdünnung nennt sich Potenzierung, weil die Wirkung durch dieses Verfahren aus homöopathischer Sicht verstärkt wird.
Weil Dr. Schüssler ein erfahrener Homöopath war, lag es nahe, dass er mit den Methoden der Potenzierung vertraut war.
Nach seiner Vorstellung werden die Moleküle der Mineralsalze durch das Verreiben bis zur sechsten oder gar zwölften Verdünnungsstufe (D6 bzw. D12) so isoliert, dass sie einzeln vorliegen und ganz von Milchzucker umgeben sind. Diese Vorstellung entspricht nicht den modernen Erkenntnissen über Moleküle der Mineralsalze, war zu Schüsslers Zeiten jedoch eine durchaus legitime Annahme. Auch wenn die Potenzierung nicht zu isolierten Einzelmolekülen führt, wird die gesamte Oberfläche der verriebenen Mineralsalze jedoch extrem stark vergrössert, sodass es durchaus denkbar ist, dass sie vom Körper besser aufgenommen werden können als unverdünnte Mineralsalze.
Die stark verdünnten Mineralsalze können nach Dr. Schüsslers Vorstellung leicht von den Zellen aufgenommen werden, bei denen ein Mangelzustand genau der eingenommenen Salze besteht.
Die Zellen wählen also selbst aus, ob sie ein Salz benötigen oder nicht.
Daher kommt es bei Einnahme der Schüsslersalze auch nicht zu unangenehmen Nebenwirkungen anders als bei fehlerhafter Zufuhr von nicht potenzierten Mineralsalzen.
These: Im Munde zergehen lassen fördert die Aufnahme
Auch für das Problem der chemischen Veränderungen während der Verdauung bieten die Schüssler-Salze eine Lösung.
Schüssler-Salze werden nämlich nicht geschluckt, sondern man lässt sie langsam im Munde zergehen.
Dadurch werden die fein verriebenen Mineralsalze direkt von der Mundschleimhaut aufgenommen und geraten von dort aus direkt in den Blutkreislauf. Sie umgehen daher die Verdauungsorgane.
Diese Vorstellung von der Wirkstoffaufnahme durch die Mundschleimhaut entspricht übrigens durchaus modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
These: Ausreichend Mineralsalze führen zu Gesundheit
Wenn die Zellen mithilfe der passenden Mineralsalze wieder gut versorgt sind, können Sie nach der Vorstellung der Biochemie wieder gut funktionieren.
Dadurch sollen Krankheiten geheilt werden, der Mensch wird wieder gesund.
Eine regelmässige Anwendung der Schüssler-Salze kann daher auch der Vorbeugung von Krankheiten dienen.
Soweit Dr. Schüsslers Theorie.
Reiztherapie oder Substitutionstherapie
Unter den Anhängern der Biochemie nach Dr. Schüssler herrscht eine gewisse Uneinigkeit, ob die Behandlung mit Schüsslersalzen eine Reiztherapie oder eine Substitutionstherapie darstellt.
Als Reiz-Therapie würde die Wirkung der Schüssler-Salze in etwa dem Konzept der Homöopathie diesbezüglich folgen, dass der Körper durch die Zufuhr der potenzierten Mineralsalze gleichsam an sie erinnert wird und sich die vollständige Versorgung mit diesen Stoffen aus der Nahrung holt.
Für einen solchen Reiz reicht eine geringe Dosierung der Schüssler-Salze aus, also beispielsweise drei mal täglich zwei Tabletten.
Eine Substitutions-Therapie würde die Versorgung der hungrigen Zellen mit den Mineralsalzen übernehmen.
Dazu braucht man teilweise auch nur geringe Mengen, weil einerseits oft nur ein geringer Mangel besteht und andererseits von einigen Mineralsalzen nur sehr wenig benötigt wird, ähnlich wie es bei Vitaminen und Spurenelementen der Fall ist.
Anhänger der Hochdosierung argumentieren jedoch damit, dass die heutige Umweltverschmutzung und die stark verarbeitete Nahrung, gepaart mit einem Leben im Elektrosmog und Bürostress zu einen erhöhten Bedarf an Mineralsalzen führt. Daher nehmen sie eine grosse Anzahl von Schüsslersalz-Tabletten ein.
Wenn man sich die Überlegungen Schüsslers genau betrachtet und den Argumenten für eine Reiztherapie und für eine Substitutionstherapie lauscht, kann man zu dem Schluss kommen, dass die Biochemie nach Dr. Schüssler sowohl eine Reiztherapie als auch eine Substitutionstherapie sein könnte.
Naturwissenschaftliche Sicht
Weder die moderne Naturwissenschaft noch die Schulmedizin können die Wirkungsweise der Biochemie nach Dr. Schüssler nachvollziehen oder erklären.
Es gibt auch keine naturwissenschaftlichen Studien, die die Wirkung der Schüsslersalze belegen können.
Da die Behandlung mit Schüssler-Salzen jedoch nebenwirkungsfrei ist, können sie normalerweise unbesorgt angewendet werden (ausser hochdosiert bei Laktose-Intoleranz), auch in Kombination mit schulmedizinischen Medikamenten.
Der behandelnde Arzt sollte jedoch über eine begleitende Behandlung mit Schüsslersalzen informiert werden und damit einverstanden sein.
Siehe auch:
Wirkungsweise der Schüssler-Salze
Die Funktionsmittel 1-12
Die Ergänzungsmittel 13-27
Krankheiten (Anwendungsgebiete)

Die Eiweißspeicherkrankheit


Eiweißspeicherkrankheit führt zu Herz-Kreislauferkrankungen
Das Lebenswerk des Frankfurter Mediziners Prof. Dr. med. Lothar Wendt (1907-1989) bestand in der Erforschung des Eiweißstoffwechsels im menschlichen Organismus und in der Erkenntnis, dass entgegen herkömmlicher wissenschaftlicher Meinung, im Körper Eiweiß gespeichert werden kann.

 Die mit hohem Fleischkonsum verbundene "Eiweißmast" und daraus resultierende gesundheitliche Probleme werden damit untermauert. Die gesundheitlichen Schäden durch ein Übermaß an tierischem Eiweiß können erheblich sein.
Unter Eiweißspeicherkrankheiten versteht man ernährungsabhängige Krankheitsbilder, die aufgrund von Eiweißablagerungen in Binde- und Stützgeweben, sowie an den Wänden der Blutgefäße entstehen.
Wer häufig tierische Eiweiße (Fleisch, Fleischpasten, Wurstwaren) verzehrt, führt seinem Körper nicht nur ständig ein Übermaß an Eiweißen, sondern auch reichlich Chemikalien und Purinus zu. Überschüssiges tierisches Eiweiß wird im Körper gespeichert, in das Bindegewebe und die Blutgefäße eingelagert. Dies führt nach Meinung des Frankfurter Internisten Dr. Lothar Wendt auf Dauer zu diversen Krankheiten wie Herzinfarkt, Arteriosklerose, Schlaganfall, Bluthochdruck, Rheuma, Angina pectoris, Arthrose, Typ-2-Diabetes, Stoffwechselstörungen, Gicht, Rheuma, Nierenentzündung und Autoimmunkrankheiten.
Unsere Zellen verkümmern
Dr. Wendt wird überschüssiges Eiweiß vor allem in der Basalmembran der feinen Blutgefäße (Kapillaren genannt) und im Bindegewebe gespeichert. Aufgrund andauernder Eiweißüberversorgung soll es infolge von Eiweißabscheidungen zur Verdickung der Basalmembran kommen. Diese stellt als Bestandteil der Kapillarwand eine zentrale durchlässige Stelle zwischen Blutbahn und Geweberaum dar. Die Verdickung der Basalmembran vermindert laut Dr. Wendt die Durchlässigkeit der Kapillarwand. Aufgrund dessen wird der Sauerstoff- und Nährstofftransport zu den Zellen, sowie der Abtransport der Schadstoffe aus den Zellen sehr eingeschränkt.
Fleisch und Diabetiker
Von dieser Situation ist der gesamte Körper betroffen, da die notwendige Versorgung der Organe nicht mehr gewährleistet ist. Eine Eiweißspeicherkrankheit legt laut Dr. Wendt den Grundstein für die Entwicklung von Krankheitsbildern jeder Art. Wenn dazu noch fleißig "kaputtes" Industrieöl, Trans-Fettsäuren und dergleichen konsumiert werden, scheint der Crash endgültig vorprogrammiert zu sein.
Ernst zu nehmende Schäden durch tierisches Eiweiß
Bei Diabetikern ist die Verdickung der Baslamembran eindeutig nachgewiesen, wobei die Ursache dafür laut der etablierten Medizin - die zu logischen und praktisch funktionierenden Erklärungen oft nur schwer Zugang findet - noch unbekannt ist. Die Schäden der Eiweißüberernährung können nach Ansicht von Dr. Wendt durch eine eiweißarme Diät und Fasten rückgebaut werden. Die Fähigkeit des Körpers, tierische Eiweiße zu verarbeiten, ist laut Dr. Wendt grundsätzlich sehr begrenzt.
Selten ist der Darm intakt
Die Verwertung dieser Eiweiße setzt einen vollkommen intakten Darm voraus und verlangt dem Körper zudem sehr viel Energie ab. Diese Voraussetzungen sind bei den meisten Menschen jedoch kaum noch vorhanden. Wenn man nun noch bedenkt, dass selbst ein gesunder Darm nur ca. 100 Gramm tierischer Produkte problemlos verwerten kann, leuchtet es ein, dass die tägliche Eiweißmast in gesundheitlichen Problemen enden muss. Die Eiweißspeicherkrankheit ist vorprogrammiert.
Vegetarier werden verschont
Die Schädlichkeit von überflüssigem tierischem Eiweiß geht auch daraus hervor, dass bei Vegetariern noch nie eine ernährungsbedingte Eiweißspeicherkrankheit festgestellt wurde. Im Gegenteil! Bei vegetarischer Kost und Vermeidung von tierischem Eiweiß wird der überfüllte Eiweißspeicher sogar abgebaut. Einer Information im Journal der amerikanischen Medical Assoziation zufolge kann eine vegetarische Diät 97 Prozent aller Koronarverschlüsse verhindern. (Siehe Buch "Eiweißspeicherkrankheiten" von Prof. Dr. med. Lothar Wendt - Schnitzer Verlag)
(Quelle: Gesund und fit in jedem Lebensalter)
Bei einer Eiweißspeicherkrankheit ist das Bindegewebe durch eingelagerte saure Stoffwechselschlacken - in Form von nicht verwerteten tierischen Eiweissen (hauptsächlich Milch- und Käse-Produkte) extrem belastet.
Zuviel tierisches Eiweiß belastet die Organe
Eine Eiweißspeicherkrankheit entsteht infolge von Eiweißablagerungen in Binde- und Stützgeweben, sowie an den Wänden der Blutgefäße. Einige davon zählen wir Ihnen nachstehend auf:
Arteriosklerose
Arthrose
Bluthochdruck
Diabetes Typ II
Gicht
Rheuma
Wer regelmäßig tierische Eiweiße in Form von Fleisch, Fisch, Eiern oder Milchprodukten zu sich nimmt, führt seinem Körper ständig ein Übermaß an Eiweißen zu. Der Organismus gerät in eine Übersäuerung.
Die Fähigkeit des Körpers, tierische Eiweiße zu verarbeiten ist grundsätzlich sehr begrenzt. Die Verwertung dieser Eiweiße setzt einen vollkommen intakten Darm voraus und verlangt dem Körper zudem sehr viel Energie ab. Diese Voraussetzungen sind bei den meisten Menschen jedoch kaum noch vorhanden. Wenn man nun noch bedenkt, dass selbst ein gesunder Darm nur ca. 100 g tierischer Produkte problemlos verwerten kann, leuchtet es ein, dass die tägliche Eiweißmast nur in einer gesundheitlichen Katastrophe enden kann. Die Eiweißspeicherkrankheit ist vorprogrammiert.
Erbsen statt Schweine
Holländische Ernährungsexperten empfehlen, Fleisch durch pflanzliche Proteine zu ersetzen.
Global gesehen hat der Verzehr von tierischem Eiweiß in den Schwellen- und Entwicklungsländern in den letzten dreißig Jahren von sieben kg pro Person und Jahr auf mehr als zehn kg zugenommen. Damit liegt er aber noch weit unter dem, was ein durchschnittliches EU-Mitglied verzehrt. Die Bewohner der Europäischen Union essen nämlich zwischen 20 und 27 Kilogramm an tierischem Protein jährlich. Dieser Trend bedingte, dass die weltweite Produktion an Fleisch in den letzten drei Jahrzehnten enorm zugenommen hat, nämlich von 25 Milliarden Kilogramm Protein pro Jahr vor dreißig Jahren auf heute mehr als 60 Milliarden Kilogramm. Auf diese alarmierende Situation mit all ihren negativen Auswirkungen auf den Wasser- und Landverbrauch hat nun eine multidisziplinäre Gruppe holländischer Wissenschaftler hingewiesen, die sich zu einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Namen PROTFETAS 20 zusammen geschlossen hat. Die Abkürzung PROFETAS steht für Protein foods, Environment, Technology and Society. Die Forscher beschäftigen sich seit einigen Jahren mit der Frage, wie der Hunger nach Protein auf der Welt am besten gestillt werden könnte.
Und ihre Antwort ist eindeutig: Nur mit der Reduzierung des Anteils an tierischen Proteinen in unserer Nahrung und der Steigerung des relativen Anteils an pflanzlichen Proteinen kann die Versorgung der Weltbevölkerung in den nächsten Jahren mit Eiweiß sichergestellt werden. Die Zahlen, welche die holländischen Forscher dazu liefern, sprechen für sich: Um ein Kilogramm tierisches Protein zu erzeugen, sind drei bis zehn kg pflanzlicher Proteine notwendig, abhängig von der Tierart und den Haltungsbedingungen. Mehr als die Hälfte des gesamten auf der Welt produzierten pflanzlichen Eiweißes wird zur Tierfütterung verwendet. Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch benötigt 15 Kubikmeter Wasser. Der Wasserverbrauch für die Tierhaltung ist enorm. Die steigende Tierproduktion erfordert einen immer größeren Anteil an den wichtigsten Ressourcen der Erde, nämlich an Trinkwasser, Anbaufläche und Energie. Die holländischen Wissenschaftler schlagen nun eine radikale Änderung der Ernährungsgewohnheiten vor. Ihr neues Konzept heißt „Novel Protein Foods“. Dabei empfehlen die Holländer nicht die vollständige Abkehr vom Fleischverzehr, sondern den Konsum einer geringeren Menge von dafür qualitativ hochwertigen Fleischprodukten. Qualität soll also Quantität ersetzen. Der größte Anteil des Eiweißbedarfes soll aber durch pflanzliches Protein gestillt werden.
Das Schlagwort hier ist „Peas for Pigs“, Erbsen statt Schweine. Dies kann sicherlich als eine dramatische Wende gegenüber der bisherigen niederländischen Agrarproduktion gesehen werden, die sich bisher eher durch die Erzeugung nahezu geschmackloser Tomaten und wässrigen Schinkens profiliert hat. Der nun geforderte Wechsel von tierischen auf pflanzliche Proteine bietet viele Vorteile: In den Entwicklungsländern könnte die Proteinversorgung gesichert werden, in den Industrieländern würde es zur Abnahme von Übergewicht und Fettleibigkeit kommen. Und schließlich könnte mit diesem Konzept die problematische Massentierhaltung, mit ihren überaus negativen Auswirkungen auf Tier und Mensch zumindest teilweise zurückgedrängt werden. Zu Recht weisen die holländischen Forscher darauf hin, dass das unerträgliche Zusammenpferchen von Geflügel und Schweinen und ihr enger Kontakt mit Menschen immer wieder der Ausgangpunkt von bedrohlichen Seuchen wie etwa der Vogelgrippe ist.
Maximal 15 Prozent des menschlichen Energiebedarfs sollten durch Eiweiß gedeckt werden; die Menge ist abhängig von Alter, Geschlecht, Konstitution und körperlichen Aktivitäten. Jugendliche im Wachstum, Leistungssportler, Schwerarbeiter brauchen erheblich mehr als zum Beispiel Senioren.
Ideal ist es, wenn zu zwei Drittel pflanzliches und zu einem Drittel tierische Proteine verzehrt werden. Die Ernährungssituation in den Industrieländern - alles überreichlich und jederzeit erhältlich - ist genau umgekehrt: Die Menschen essen zuviel tierisches Eiweiß. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung erklärt: "Fleisch, Wurst und Käse enthalten einige unerwünschte Stoffe wie Purine und Cholesterin, obendrein häufig reichlich Fett." Wer bei solchen Nahrungsmitteln tüchtig zugreift und die entsprechende körperliche Veranlagung hat, riskiert auf Dauer Stoffwechselstörungen wie hoher Cholesterinspiegel, Ablagerungen in den Adern, Gicht, Übergewicht usw.
Lebensnotwendig
Der Rat zur Mäßigung darf nicht missverstanden werden: Tierisches Eiweiß ist ein unverzichtbarer Baustein für den Organismus. Ebenso wie das pflanzliche enthält es Aminosäuren, von den 20 möglichen sind 8 essentiell, also lebensnotwendig, um körpereigenes Eiweiß aufzubauen.
Wenn auf alle tierischen Lebensmittel (auch Milch und Milchprodukte) verzichtet wird, kann es zu einem lebensgefährdenden Eiweißmangel kommen sowie zur Unterversorgung an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Kinder sollten nicht streng vegetarisch ernährt werden. Sie brauchen zum Wachsen und Gedeihen unbedingt Milchprodukte und Fleisch.
Aufgewertet
Zur qualitativen Wertung der aufgenommenen Eiweißstoffe muss man wissen, wie viel davon tatsächlich zu Körpereiweiß wird. Die tierischen Proteine haben im allgemeinen eine höhere Wertigkeit als die pflanzlichen, Bei gleichzeitiger Aufnahme beider ergänzen sie sich geradezu ideal in bezug auf die Kombination der Aminosäuren: Sie erreichen zusammen eine höhere biologische Wertigkeit, als wenn sie separat verzehrt werden. Am gesündesten ist eine Mischkost, die beide in einem Gericht oder einem Menü vereinigt. Um diese Mischung zu erreichen, benötigt der Verbraucher Grundwissen über die Zusammensetzung der Nahrungsmittel. Als Einführung einige Beispiele über die biologische Wertigkeit von verschiedenen
Eiweißstoffen:
Tierisches Eiweiß
Eier 93,7 %
Vollmilch 84,5 %
Fisch 76 %
Rindfleisch 74,3 %
Hühnerfleisch 74,3 %
Pflanzliches Eiweiß
Soja 72,8 %
Kartoffel 66,7 %